Hier erfahren Sie wissenswertes über unser Haus, in Kürze auch über den Ort Hofsgrund, den Schauinsland und seine Stollen, die alte Hofgrunder Schule usw.

Der Hansenhof

Wir haben hier die Geschichte und die Besitzer des Hansenhofs zusammengestellt. Wer das Haus erbaut hat, haben wir noch nicht ganz nachvollziehen können. Wir sind knapp 400 Jahre zurück gegangen.
 
Ab dem 22. September 1619 war das Haus im Besitz von Christian Schugg. Nach seinem Ableben übernahm Matthäus Barthel das Haus uns sanierte dieses mit seiner im Mai 1622 verehelichten Frau Ursula Geb. Breunin. Sie bauten ein “halb viertel Bergwerksteil”. Barthel starb am 26. April 1626. Mit Ihrem dritten Ehemann Hanß Gapp zog die Witwe vom Haus weg.
Das Kloster verlieh das Haus danach an Georg Baumgartner. Er starb 1628. Seine Witwe Elisabeth Riedler vertauschte das Haus am 23. September 1628 mit Heinrich Spitz gegen den etwas kleineren Seppelhof und überlies ihm: Haus, Hof, Scheuer(Scheune), Stallungen, Mattfeld(Wiesen) samt einem neuen Stück. Das Wasser bezog er aus dem Hofsgrunder Talbach. Als er in den 40er Jahren nicht mehr lebte, war das Gut im Besitz des Vogts Jacob Hügenreiner. Allerdings behielt er seinen Wohnsitz auf dem Seppenbauernhof und verpachtete das Gut nacheinander den drei Ehemännern einer Maria Willmann. Im Jahre 1646 dem Hanß Burckhrat, 1647 dem Martin Riesterer und 1650 dem Georg Gutmann. Wie lange dieser das Gut bewirtschaftet hat ist nicht bekannt.
Als er im Jahre 1684 zur zweiten Ehe schritt war das Pachtverhältnis gelöst. Gutmann war zu unbekannten Zeiten in den Besitz des Hauses gelangt. Er überschrieb Haus und Hof in seinem Testament seiner Frau Elisabeth Biererin. Den Hof übernahm am 1. Oktober 1696 Hanß Gutmann. Er war der älteste von sechs Kindern aus der ersten Ehe des Georg Gutmann. Am 23. Oktober 1724 übergab er das Gut seiner Tochter Maria. Diese Heiratete Michael Wißler. Wißler wirtschaftet nur 21 1/2 Jahre auf dem Hof und war dann aus gesundheitlichen Gründen dazu gezwungen, damit er trotzdem weiterhin bestehen könnte, den Besitz zu verkleinern. Er starb am 1. August 1762. Da der vorteilsberechtigte jüngste Sohn Hanß erst sieben Jahre alt und die älteste Tochter auch noch minderjährig war, übernahm das Gut der Verlobte der Tochter, der 37 jährige Joseph Lorenz. Wenige Tage nach dem Vertragsabschluss im Jahre 1746 verehelichten sich die Verlobten. Am 30. Oktober 1787 übergab Joseph Lorenz das Gut seinem Sohn Sebastian. Im Jahre 1815 übergab die Ehefrau des Sebastian Lorenz, die den Hof sieben Jahre alleine bewirtschaften musste, ihrem ältesten Sohn Benedikt. Seine Tochter Franziska übernahm den Hof am 18. Dezember 1848. Sie verehelichte sich mit Karl Weber. Im Jahre 1851 verliessen die Eheleute Hofsgrund und überliessen den Besitz Matthäus Lorenz. Matthäus verehelichte sich am 21. Oktober 1851 mit Maria Meder. Am 19. Juni 1870 baute er ein zweites Stockwerk auf das Haus. Im Alter von erst 56 Jahren übergab im Jahre 1876 Matthäus Lorenz den Hof dem Ehemann seines einzigsten Kindes, dem 40 jährigen Witwer Gottfried Schweizer. Er verehelichte zum zweiten mal am 17. Oktober 1876 mit Wilhelmine Wißler. Schweizers Witwe ehelichte im Jahre 1886 Hans Lorenz. Er wirtschaftete voll 36 Jahre lang auf dem Hof, seit hundert Jahren länger als einer seiner Vorgänger. Zu seinen Lebzeiten noch gaben die Hofsgrunder dem Hofgut im Anlehnung an sein Wirken den Namen "Hansenhof".
Hans Lorenz übergab den Hof am 1. Januar 1921 seinem Sohn Karl. Dieser verehelichte sich am 10. November 1919 mit Franziska Schneider. Nach dem frühen Tod des neuen Hofbesitzers bewirtschaftete das Gut 23 Jahre lang seine Witwe Franziska, die am 30. Mai 1968 verstarb.
Die Tochter Klara Lorenz übernahm den Hof im Jahre 1954 mit ihrem Mann Hugo Schweizer, mit dem Sie sich am 9. Mai 1950 verehelichte. Aus dieser Ehe gingen 3 Töchter hervor: Gisela(18.02.1951), Ingrid(15.2.1956) und Gertrud(14.03.1959).
Am 24. Februar 1956 brannte das Haus durch einen Kurzschluss im Dachboden bis auf die Grundmauern nieder. Die Stallungen wurden unter Mithilfe vieler Hofsgrunder Bürger als erstes wieder aufgebaut. Im selben Herbst noch zog die Familie wieder in den Rohbau des neuen Hauses ein. Dieser wurde von Hugo nach und nach fertiggestellt. 1958 waren die ersten zwei Gästezimmer(heute Zimmer 1+2) vermietbar. 1959 kamen dann schon die nächsten zwei(heute Zimmer 4+5) dazu. In den 60er Jahren wurden weitere Zimmer fertiggestellt. Es standen dann wie noch heute 9  Gästezimmer zur Verfügung. Das Frühstück gab es in der Stube, die heute noch zum Aufenthaltsraum gehört. 1970 entstand dann eine Erweiterung des Raumes mit einer Theke. Von den Töchtern unterstützt, wurde zu dieser Zeit Vollpension angeboten. In diesem Jahre wurde auch die Konzession beantragt und das Haus damit zur Pension Schweizer.  Gisela heiratete am 18. April 1972 den aus dem Zastlertal stammenden Erwin Imberi. 1974 baute man im 1. OG Dusche, WC und 3 Zimmer für private Zwecke mittels eines Durchbruchs auf den damaligen Heuboden. Ende der 70er Jahre verliessen dann Ingrid und Gertrud das Haus und gründeten eigene Familien.
Am 1. Mai 1988 übernahmen Gisela und Erwin die Führung der Pension. 1990 reagierte man auf den Wandel der Zeit und bot Halbpension und eine Vesperkarte an. Am 29. August 1991 verstarb Hugo Schweizer im Alter von 66 Jahren. Die Witwe Klara hilft heute noch tatkräftig im Betrieb mit. Mit dem neu decken des Daches haben wir 1996 7 Solarzellen mit 14 m² Fläche installiert. Hierdurch ist es uns möglich, an sonnigen Tagen das Brauchwasser für das gesamte Haus aufzuheizen. Nach dem Tod von Erwin Imberi am 28. Juli 1999 haben wir die Milchwirtschaft aufgegeben.
Die Tochter Sonja(9.12.1973) lebt heute mit Ihrem Mann Stefan Salb und Ihren zwei Töchtern Jessica(5.7.2000) und Vanessa(28.1.2004) in Freiburg. Der heute noch im Haus lebende Sohn Markus wurde am 16. August 1977 geboren.
Den ehemaligen Kuhstall haben wir im Jahr 2003 zu einem neuen Raum mit Toilettenanlagen und einer direkten Verbindung zum bestehenden Aufenthaltsraum umgebaut. Dieser eröffnet uns seit Januar 2004 neue Möglichkeiten und wird unseren Gästen sicher noch viel Freude bereiten.